Arbeitsdruck vs Maximaldruck
Der Arbeitsdruck bezeichnet den Druck, mit dem Druckluft tatsächlich an einer Anwendung wirksam wird. Er beschreibt also den Druck, der einem Werkzeug, einer Maschine oder einem Prozess während des Betriebs zur Verfügung steht und mit dem die eigentliche Arbeit verrichtet wird. Der Arbeitsdruck ist nicht mit dem maximal möglichen Druck eines Kompressors gleichzusetzen. Während der maximale Druck angibt, welchen Höchstdruck eine Anlage erzeugen kann, beschreibt der Arbeitsdruck das erforderliche und nutzbare Druckniveau für eine konkrete Anwendung. Er orientiert sich stets an den Anforderungen des jeweiligen Verbrauchers. In Druckluftsystemen ist der Arbeitsdruck eine zentrale anwendungsbezogene Größe, da unterschiedliche Tätigkeiten mit unterschiedlichen Druckniveaus betrieben werden. Der benötigte Arbeitsdruck bestimmt, ob eine Anwendung zuverlässig, gleichmäßig und ohne unnötige Belastung von Komponenten funktioniert.
Der tatsächlich verfügbare Arbeitsdruck kann sich vom im System erzeugten Druck unterscheiden. Druckverluste innerhalb des Druckluftnetzes, etwa durch Leitungen, Armaturen oder Filter, wirken sich direkt auf den an der Entnahmestelle anliegenden Druck aus. Deshalb ist der Arbeitsdruck immer im Zusammenhang mit dem gesamten Druckluftsystem zu betrachten.
Zusammengefasst beschreibt der Arbeitsdruck den anwendungsrelevanten Druck, mit dem Druckluft ihre Wirkung entfaltet. Er ist kein feststehender Wert, sondern ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Anwendung, Systemauslegung und Betriebsbedingungen.